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im Hotel Alf Leila wa Leila in Hurghada


Wissenswertes über Ägypten

Ägypten

جمهوريّة مصرالعربيّة
Gumhūriyyat Misr al-arabiyya
Arabische Republik Ägypten

alles über Ägypten bei Wikipedia
Allgemein

Die Arabische Republik Ägypten ist mit einer Fläche von über 1 Million km2 fast doppelt so groß, wie die Bundesrepublik Deutschland. Von dieser Fläche sind jedoch nur etwa 6% bewohnt. Der größte Teil des Landes besteht aus Wüste. Lebensader des Landes ist die Stromoase des Nils. Hier lebt der größte Teil der über 61 Millionen ägyptischen Bürger.

Die Landessprache ist arabisch, der Islam ist Staatsreligion. Kairo, die größte Stadt der arabischen Welt, ist die Hauptstadt Ägyptens. In Ägypten gilt die osteuropäische Zeit, d.h. sie müssen zur mitteleuropäischen Zeit eine Stunde hinzu addieren

Währung

Offizielle Währung ist das ägyptische Pfund (Abkürzung L. E.). Ein Pfund entspricht 100 Piaster. Münzen sind so gut wie nicht im Umlauf. Die Ein- und Ausfuhr von mehr als 20 L.E. ist nicht erlaubt. Der Umtausch ist in Wechselstuben und Banken, sowie in den meisten Hotels möglich. Akzeptiert werden alle gängigen internationalen Währungen, Reiseschecks und und zum Teil Kreditkarten.

Kurs zur Zeit ca. 1 € = 9 L.E. (Stand: 23.05.2013)



25 Piaster Vorderseite


25 Piaster Rückseite


50 Piaster Vorderseite


50 Piaster Rückseite


1 Pfund Vorderseite


1 Pfund Rückseite


5 Pfund Vorderseite



5 Pfund Rückseite


10 Pfund Vorderseite


10 Pfund Rückseite


20 Pfund Vorderseite


20 Pfund Rückseite


50 Pfund Vorderseite


50 Pfund Rückseite


100 Pfund Vorderseite


100 Pfund Rückseite


200 Pfund Vorderseite


200 Pfund Rückseite





Einreise

Deutsche benötigen zur Einreise ein Visum, daß direkt bei der Ankunft ausgestellt wird. Bei Pauschalreisen übernimmt dies meist der Reiseveranstalter. Außerdem wird ein, noch mindestens 6 Monate gültiger, Reisepass benötigt.
Bakschisch

"Bakschisch" vergleichbar unserem Trinkgeld wird in Ägypten für jede noch so kleine Dienstleistung fällig. Man sollte daher immer einen Vorrat an kleinen Scheinen parat haben. Die Größe des Bakschisch ist abhängig von der Dienstleistung und davon, was man selber geben möchte. Mit 2 - 5 Pfund sollte man in den meisten Fällen richtig liegen. Ausgenommen davon sind große internationale Hotels und einige Museen, die mit "No tips, please"-Schildern auch darauf hinweisen.
Handeln

Handeln gehört in Ägypten zum guten Ton. Wichtig ist, dass sie auch bei jeder Dienstleistung den Preis vorher ausmachen müssen. Wundern sie sich nicht, wenn Händler ihnen total überzogene Preise nennen, das ist vollkommen normal. Sie können den   Händler herunterhandeln und sich darüber freuen, daß sie ein Geschäft gemacht haben - und er freut sich, weil er wirklich ein Geschäft gemacht hat... Auf keinen Fall sollten sie sich unter Druck setzen lassen.
Öffnungszeiten

Geschäfte haben meist von 9.00 - 18.00 Uhr, Behörden von 9.00 - 15.00 Uhr geöffnet. Samstag und Sontag sind normale Arbeitstage, dafür ist der Freitag frei. Die Zeiten gelten nicht während des islamischen Fastenmonats Ramadan. In dieser Zeit kommt das öffentliche Leben tagsüber zum erliegen.
Gesundheit

Viele Ägypten-Urlauber können ein Lied von der "Rache der Pharaonen" singen: Magen - und Darmproblemen sind das häufigste Übel. Daher sollte man sich einen Vorrat an entsprechenden Medikamenten mitnehmen. Als Trinkwasser und zum Zähneputzen sollte man nur Mineralwasser verwenden.

TIP: Kaufen Sie in der Apotheke "Streptoquin und Antinal". Es ist sehr billig und hilft bei Durchfallerkrankungen hervorragend.

Sicherheit
Ägypten ist, in Bezug auf klassische Kriminalität, ein relativ sicheres Land. Anders sieht es mit der Gefährdung durch islamische Terroristen aus. Die Regierung hat seit 1997 große Anstrengungen unternommen um, vor allem in den Touristenhochburgen, durch die massive Präsenz der Sicherheitskräfte weitere Anschläge zu verhindern. Beachten Sie hierzu die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes.

 
Hurghada Reisen - Essen und Trinken
Die sehr schmackhafte ägyptische Küche ist geprägt von arabischen, türkischen und mediterranen Einflüssen. Hammelfleisch, Geflügel und Gemüse, in Öl gegart und mit frischen Kräutern, Knoblauch und Zwiebeln gewürzt werden traditionell am häufigsten gereicht. Zu jeder Mahlzeit gibt es reichlich frischgebackenes Fladenbrot (aish baladi), in Luxor und Assuan häufig auch das nubische Sonnenbrot (aish shams).

Das ägyptische Nationalgetränk ist Shai - schwarzer Tee, der gern mit frischen Pfefferminzblättern getrunken wird. Reiner Pfefferminztee hingegen heißt Nahna, und Karkadee ist Tee aus Hibiskusblüten, der heiss oder oder auch kalt genossen werden kann. Natürlich wird auch Kaffee angeboten: Ahwa, der "kleine Schwarze" mit viel Zucker - masbut (mittel) für den, der es nicht so süß mag.

Hurghada ist das wichtigste ägyptische Tourismuszentrum am Roten Meer. In der Stadt leben ca. 60.000 Einwohner, von ihnen ca. 10.000 ohne offizielle Aufenhaltspapiere. die meisten kommen aus den Städten im Niltal und versuchen hier, eine Arbeit im Tourismussektor zu finden.

 Hurghada wurde Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet. Seit den 80er Jahren wird der Ort mit amerikanischen, europäischen sowie arabischen Investoren zum bei weitem größten Badeort am Roten Meer aufgebaut. 2004 kamen mehr als eine Million Gäste nach Hurghada, die meisten von ihnen aus Deutschland, Russland sowie aus den ehemaligen Sowjetrepubliken. Das Stadtbild von Hurghada wird von vielen Rohbauten sowie neuen Touristenkomplexen dominiert. Zahlreiche Ferienanlagen und Mehrfamilienhäuser sind im orientalischen Stil gebaut. Der internationale Flughafen Hurghada ist ein Ziel einiger Billigfluglinien, so es ist möglich, aus vielen europäischen Städten relativ günstig an das Rote Meer zu gelangen. Die großzügigen Hauptstraßen in Hurghada verlaufen geradlinig und sind modern ausgebaut.

Das etwa 30 km lange Gebiet um Hurghada kann folgendermaßen unterteilt werden:

der ursprünglichen Ortskern ad-Dahar (Downtown) im nördlichen Teil der Stadt.das im Süden Hurghadas liegende Touristengebiet as-Siqala (auf ägyptischen Wegweisern: El Sekalla). Ursprünglich wurde es als Verwaltungsort für die Erdölfelder im Golf von Suez genutzt.noch weiter südlich befinden sich kettenförmig aneinander gereihte Pauschal- und Luxushotels.etwa 22 km im Norden von Hurghada entsteht seit einigen Jahren durch ägyptische Investitionen das Hotelkomplexgebiet El Gouna

Weitere Baderessorts südlich von Hurghada sind Makadi Bay, Soma Bay, Safaga (60 km entfernt), al-Qusair (eine Hafenstadt des Osmanischen Reiches, 207 km entfernt) sowie Marsa Alam (271 km entfernt). Die administrative Grenze zum Sudan liegt bei asch-Schalatin, die umstrittene physische Grenze befindet sich weitere 140 km südlich.

 Die Region im Norden von Marsa Alam wird gegenwärtig durch ein ägyptisches Entwicklungsprogramm gefördert, in den nächsten Jahrzehnten soll Marsa Alam Hurghada als Haupttourismusresort ablösen.

 

Sehenswürdigkeiten
Moschee HurghadaDie 1922 erbaute koptische St.-Schinuda-Vater-der-Eremiten-Kirche (benannt nach dem heiligen Schinuda, dem "Vater der Eremiten") im Stadtteil ad-Dahar (7 km im Norden Hurghadas). Die Kirche befindet sich an der vierspurigen Soliman-Mazhar-Straße (Richtung Rotes Meer), direkt an der Ecke 3. Abzweigung nach dem Kreisverkehrs rechts.

Ansonsten gibte kaum historische Sehenswürdigkeiten in Hurghada und in der näheren Umgebung. Allerdings kann man Tagestouren zu den ägyptischen Attraktionen im Niltal (z.B. Karnak, Luxor) und nach Kairo unternehmen. Buchen kann man praktisch bei allen Hotels und einheimischen Reisebüros. Ägyptische Reisebüros bieten normalerweise günstigere Preise als die Hotels. Allerdings kann es passieren, dass ihre Reisebusse in keinem guten Zustand sind, die Busfahrer übernächtigt und Reiseleiter weniger ausgebildet sind.

Hurghada eignet sich in erster Linie für einen Bade- und Strandurlaub. Jedoch kann man auch Touren mit Quadfahrzeuge sowie Schnorchel- oder Tauchausflüge unternehmen. Taucher machen allerdings weniger als 3 % der Touristen in Hurghada aus, da zahlreiche Riffe vor Hurghada durch den Massentourismus und fehlendes Umweltbewusstseins sehr stark zerstört sind. Wassersportmöglichkeiten gibt es ausserdem für Windsurfer, Segler und Hochseeangler. Jedoch sind die etwa 20 km weiße feinsandige Strände oft durch Abzäunungen abgeschottet und fast nur für Gäste der ansässigen Hotels zu betreten.

In Hurghada überwiegt ein pauschales Touristenangebot, das hauptsächlich hinter den Mauern und Eingangshallen von Hotels stattfindet. Touristen machen ein Vielfaches der einheimischen Bevölkerung aus, trotzdem hat sich durch die moslemische Kultur und einer zurückhaltenden Ausgabe von Alkohol an der Strandpromenade sowie in ad-Dahar kaum nennenswertes Nachtleben gebildet. Material zum Teil aus Wikipedia.

Die pulsierende Hauptstadt Kairo mit ihrer erstaunlichen Vielfalt verbindet Afrika, den Orient und Westeuropa. Keine andere Stadt führt die Gegensätze des Landes so deutlich vor Augen. Hier treffen mittelalterliche, arabische und moderne westliche Welt aufeinander.

Pyramiden Ägypten
Mit etwa 16 Mill. Einwohnern ist Kairo die größte Stadt in Afrika und eine der größten Städte der Welt. Die Stadt liegt in Unterägypten am Nil, etwa 20 km südlich zu der Stelle, wo sich das Niltal zum Nildelta öffnet. Viele islamische und moderne Bauten erzählen von der über 1000-jährigen Geschichte Kairos, die Islamische Altstadt gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Kairo ist das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Ägyptens. Hier steht auch eines der bedeutendsten Museen über altägyptische Geschichte und Kultur. In der unmittelbaren Nähe Kairo liegen mit den Pyramidenfeldern der Memphitischen Nekropole (Giza, Saqqara u.a.) bedeutende Zeugnisse aus der Zeit des Alten Ägyptischen Reiches.

Das heutige Westufer des Nils ist der moderne Teil der ägyptischen Hauptstadt mit der Universität, dem Vorort Zamalek und den Wohnblocks von Dokki - am Stadtrand beginnt plötzlich das ländliche Ägypten der Fellachen (Bauern) mit Dattelpalmen, Kanälen, Lehmdörfern und grünen Feldern. Hier stehen auch die großartigen, alles überragenden Pyramiden von Gizeh. Die größte der drei Pyramiden ist über 137 m hoch und besteht aus ca. drei Millionen Steinblöcken. Daneben steht die unergründliche Sphinx. Abends wird der Himmel durch eine Lightshow erhellt: die Pyramiden und Sphinx werden wirkungsvoll angestrahlt.

Der Kur- und Winterurlaubsort Helwan liegt 30 km von Kairo entfernt. Im nicht weit entfernten Sakkara steht die Stufenpyramide des Königs Djoser, die als Vorläufer der Pyramiden von Gizeh gilt. Besonders in der Nekropolis (Totenstadt) gibt es außergewöhnliche Steinreliefs.


Feluke Nilfahrten:
Unzählige Anbieter bieten Kreuzfahrten auf dem Nil an, die meisten Schiffe verkehren zwischen Luxor und Assuan. Einige Touren schließen Abstecher nach Abydos und Denderha ein. In Abydos steht das Osireion, eine der ältesten Kultstätten. Es wurde vor ungefähr viereinhalbtausend Jahren erbaut.

Die Luxor/Assuan-Kreuzfahrten dauern fünf, die Fahrt über Abydos und Denderha sieben Tage. Einige Firmen bieten gelegentlich auch längere Fahrten an nach El Minya, einer hübschen Stadt mit römischen, griechischen und pharaonischen Ruinen, oder weiter nach Kairo. Unzählige Kreuzfahrtsschiffe (Kapazitäten zwischen 50 und 100 Fahrgäste) befahren den Nil, der Standard ist im Allgemeinen gehoben. Traditionelle felluccas (Segelschiffe) können ebenfalls gemietet werden.

Alexandria an der Mittelmeerküste von Ägypten ist moderner und in meinen Augen weniger interessant als Kairo. Ihre günstige Lage am Mittelmeer macht die wichtige Hafenstadt zu einem beliebten Ferienziel der Ägypter.

Die Strände im Norden reichen von der libyschen Grenze bis zur Sinai-Halbinsel. Bekannt ist der westlich von Alexandria gelegene Urlaubsort Mersa Matrûh. Es bietet sich an, von hier aus die Siwa-Oase (Stätte des Amun-Orakels) an der libyschen Grenze besuchen. Gute Strände findet man auch in El Alamein, Baltim, Gamasa, Sisi Kreir und Ras El Bar. Die Badesaison reicht bis November.


Luxor liegt ca. 500 km südlich von Kairo. Hier finden Besucher einige der bedeutendsten archäologische Stätten in Ägypten: die riesigen Tempel des Amon im nahegelegenen Karnak mit mächtigen Statuen, Obelisken und Hallen und das weltberühmte Tal der Könige, in dem 64 Pharaone begraben sind. Das Grab der Amun-Her-Chopeschef wird als das schönste im Tal der Königinnen bezeichnet. Die Farben der Reliefs haben sich sehr gut erhalten. Doch auch der Anblick der übrigen Tempel, Grabstätten und Monumente ist überwältigend. Man kann diese imposante Ansicht vom Heißluftballon aus genießen. 

Assuan ist besonders im Winter ein angenehm temperierter Ort mit vielen Tempeln und Klöstern. Auf der Elephantine-Insel befindet sich der Nilometer (Wasserstandsanzeiger). Bekannt wurde Assuan durch den Assuan-Damm, einem der drei größten Staudämme der Welt. Etwa 2 km weiter südlich liegt Philae, ein Tempel, der aufgrund des Stausees verlegt werden musste. Die beiden schönen Tempel von Ramses II. in Abu Simbel wurden in den sechziger Jahren durch UNESCO-Hilfe vor dem Versinken im Nasser-Stausee bewahrt. Einer der besterhaltenen Tempel Ägyptens steht in Edfu, 120 km nördlich von Assuan.

Sinai und das Rote Meer: Ras Mohammed, Sharm El Sheik, Dahab, Nuweiba und El Arish sind wohl die beliebtesten Ferienzielen auf dem Sinai. Fast überall gibt es Taucherzentren, die Angebote sowohl für den Anfänger als auch für den versierten Taucher haben. Die Temperaturen bleiben bis zum Jahresende angenehm. Überall an der Ostküste Sinais wurden Feriendörfer mit Wassersportmöglichkeiten errichtet. Der weltweit nördlichste Mangrovenwald wächst in Ras Mohammed am südlichsten Punkt der Sinai-Halbinsel. 

Das Sinaigebirge im Inneren der Halbinsel hat zahlreiche eindrucksvolle Gipfel. Der fast 2.300 m hohe Gabal Musa wird als der biblische Berg Sinai angesehen. Das im 6. Jahrhundert gegründete Katharinenkloster liegt am Fuß des Berg Sinai. Das Kloster besitzt bedeutende Manuskripte, die zum großen Teil ausgestellt sind. Saladins mächtige Festung Qalaat Al Gundi, eine der vielen Zeitzeugen der Kreuzzüge, zieht viele Besucher an. Die Westküste des Roten Meeres wurde erst vor kurzem touristisch entwickelt. Hurghada, ein Badeort ca. 400 km südlich von Suez gelegen, bietet ein gutes Korallenriff.


Ägypten - aktuelle Reiseinformationen

Fläche: 1.001.450 qkm (Land: 995.450 qkm, Wasser: 6.000 qkm)

Bevölkerungszahl: 83,1 Mio. Einwohner (Schätzung Juli 2009, CIA), Ägypten ist damit nach Nigeria das bevölkerungsreichste Land in Afrika.

Praktisch die gesamte Bevölkerung besteht aus Ägyptern (etwa 97 %). Außerdem leben im Süden des Landes Nubier. Die Libysche Wüste wurde in der Vergangenheit von Berbern bewohnt, heute leben nur noch wenige in der Oase Siwa. Östlich des Nil leben wenige arabisch- und bedscha-sprechende Nomaden.

Bevölkerungswachstum: 1,642 % pro Jahr (2009, Schätzung).

Hauptstadt: Kairo (mit Vororten geschätzte 16 - 17 Mio. Einwohner).

Hier finden Sie eine Liste der größten Städte in Ägypten.

Staatsform:   Zur Zeit unklar !!!
Verwaltungsgliederung: 28 Gouvernements ( arabisch muhafazat, Einzahl - muhafazah): Ad Daqahliyah, Al Bahr al Ahmar (Red Sea), Al Buhayrah (El Beheira), Al Fayyum (El Faiyum), Al Gharbiyah, Al Iskandariyah (Alexandria), Al Isma'iliyah (Ismailia), Al Jizah (Giza), Al Minufiyah (El Monofia), Al Minya, Al Qahirah (Cairo), Al Qalyubiyah, Al Wadi al Jadid (New Valley), As Sadis min Uktubar, As Suways (Suez), Ash Sharqiyah, Aswan, Asyut, Bani Suwayf (Beni Suef), Bur Sa'id (Port Said), Dumyat (Damietta), Janub Sina' (South Sinai), Helwan, Kafr ash Shaykh, Matruh (Western Desert), Qina (Qena), Shamal Sina' (North Sinai), Suhaj (Sohag).


Staatsoberhaupt: Mursi

Sprache: Amtssprache ist Arabisch. Französisch und Englisch sind weit verbreitet.

Religion: ca. 90 % Islam (sunnitisch); 8 bis 10 % Christentum (einschließlich der Koptischen Kirche) sowie eine kleine jüdische Gemeinde.

Telefonvorwahl: 0020 bzw. +20

Internetkennung: .eg

Netzspannung: 220 Volt Wechselstrom, 50 Hz, allerdings oft starke Schwankungen. Rundstecker - Adapter werden empfohlen.

Ägypten - Reisemöglichkeiten im Land

Flugzeug:
Egypt Air (MS) fliegt täglich von Kairo nach Alexandria, Luxor, Assuan, Abu Simbel und Hurghada. Air Sinai fliegt von Kairo nach Tel Aviv, El Arish, St. Catherine, Eilat, Ras El Nakab, Luxor und Sharm El Sheik.

Schiff:
Ein Tragflächenboot verbindet Hurghada mit Sharm El Sheik auf der Sinai-Halbinsel. Außerdem stehen mehrmals wöchentlich Fährverbindungen zur Verfügung. Die traditionellen Segelboote auf dem Nil (Felluccas) können stundenweise gemietet werden. Kreuzfahrten auf dem Nil werden von Luxor nach Assuan, als auch bis nach Dendera angeboten. Kreuzfahrten sollten am besten zwischen Oktober bis Mitte April stattfinden, ab Mitte April sind die Anlegestellen wegen zu geringem Wasserstands geschlossen. Einige Schifffahrtsgesellschaften benutzen deshalb in dieser Zeit Zubringerboote.

Bahn:
Das Streckennetz der Bahn ist nur in geringem Maße ausgebaut und benötigt dringend eine Modernisierung. Die wichtigsten Linien sind Kairo - Minya - Luxor - Edfu - Assuan, Kairo - Alexandria, Kairo - Port Said und Marsa Matruh - Alexandria - Ismailia. Züge verkehren mehrfach täglich, sind aber unterschiedlicher Qualität. Klimatisierte Schnellzüge verkehren etwa dreimal täglich, einfache Züge häufiger. Fahrkarten können an allen Bahnhöfen erworben werden, in den Großstätten ist dies relativ einfach, da auch das Personal Englisch versteht. Fahrkarten für die klimatisierten Schnellzüge werden nur in den Großstädten (Kairo, Luxor, Assuan, Alexandria) verkauft, sie sind gleichzeitig Platzkarte, also nur für den gewählten Zug gültig. Die Preise sind auch in der ersten Klasse erschwinglich. Bei stark frequentierten Zügen wie z.B. den Nachtzügen ist der Fahrkartenverkauf mehrere Tage vorher ratsam. Die größeren Bahnhöfe in Assuan, Luxor, Kairo und Alexandria verfügen über eine Touristikinformation, wo man auch die Fahrpläne erfragen kann. Zusätzlich gibt es im Bahnhof Kairo vor den Hauptbahnsteigen eine Auskunft, die auch englischsprachig ist. Die Bahnhöfe der Großstädte sind zentral gelegen, in Kairo z.B. am Midan Ramsis. Von hier aus gibt es die Möglichkeit, Taxis, Minibusse und lokale Busse für die Weiterfahrt zu benutzen. Fernbusse fahren häufig nicht unmittelbar von den Fernbahnhöfen ab.

Bus:
Das Streckennetz der Fernbusse ist im Gegensatz zur Bahn sehr gut ausgebaut. Der Markt ist unter einigen wenigen Busgesellschaften, z.B. Upper Egypt Travel, aufgeteilt. De facto sind alle Orte erreichbar, die an einer Straße liegen. In der Regel sind nur Großstädte wie Kairo, Luxor, Assuan und Alexandria, aber auch die Oasen in der Libyschen Wüste untereinander direkt verbunden. Die Verbindung zwischen kleineren Städten oder Dörfern erfordert unter Umständen ein- oder mehrmaliges Umsteigen in Provinzhauptstädten.

Die Busse befördern nur so viele Passagiere, wie Plätze vorhanden sind. Es empfiehlt sich daher, die Busfahrkarten mehrere Tage im Voraus zu kaufen; der Vorverkauf ist allerdings nur in größeren Orten möglich, dort aber für alle Linien der betreffenden Busgesellschaft. Die Fahrkarte gilt nur für die gewählte Busfahrt. Wenn Plätze frei sind, kann auch unterwegs zugestiegen werden und die Fahrkarte im Bus gelöst werden. Sie können mit dem Busfahrer oder dem Kontrolleur vereinbaren, Sie an einer beliebigen Stelle aussteigen zu lassen.

Alle Orte in Ägypten, Kairo ausgenommen, verfügen in der Regel nur über einen zentralen Busbahnhof, an dem auch vorab Fahrkarten erworben werden können. Kairo verfügt über mehrere Busbahnhöfe, zum Beispiel am Midan Ramsis (Bahnhof der Bahn), Turgoman und Giza. Der Bahnhof muss im Falle Kairos auch bei ein- und derselben Buslinie bzw. Reiseziel nicht immer derselbe sein; man erkundige sich vorher! In größeren Ortschaften gibt es meist mehrere offiziele Möglichkeiten zum Aussteigen, man erkundige sich hierzu vorher z.B. beim Fahrkartenkauf. In Kairo empfiehlt sich das Zusteigen an den zentralen Bahnhöfen, da weitere Zusteigemöglichkeiten nicht jedermann bekannt sind.

Über Anschlussmöglichkeiten und evtl. nötige Transfers in Kairo sollte man sich vorher bei den Busgesellschaften oder bei Reiseveranstaltern informieren.


Eine weitere Möglichkeit auf Ägypten Reisen besteht darin, Minibusse für den Überlandtransfer zu benutzen. In den Hotels, bei Reiseveranstaltern vor Ort oder bei Einheimischen kann man erfahren, an welcher Stelle in der Stadt die Busse in eine bestimmte Richtung oder Ortschaft abfahren. Minibusse fahren in der Regel erst dann ab, wenn sie voll sind (ca. 15 Fahrgäste).

Taxis gibt es in den größeren Städten (oft in der Nähe von Busstationen und Bahnhöfen). Gruppentaxis für lange Strecken sind preiswert und eine der schnellsten Transportmöglichkeiten. Fahrpreise sollten aber unbedingt vor Fahrtantritt vereinbart werden.

In Ägypten gilt der Rechtsverkehr, der Verkehr in Kairo ist extrem chaotisch, hier ist eine gewisse Anpassung nötig! Die meisten Ortschaften sind über Asphaltstraßen verbunden. Für die wenigen Autobahnen (Highways) im Nildelta muss Maut bezahlt werden. Die Verbindung zwischen Kairo und Luxor verläuft im Wesentlichen auf der westlichen Nilseite, die zwischen Luxor und Assuan auf der östlichen Nilseiten. Es gibt keine (brauchbare) Asphaltstraße zwischen Bahriya und Siwa. Im Zeitraum von Oktober bis Februar kann es in den Wüstengebieten (Sinai, Hurghada) zu schweren Unwettern kommen, manche Straßen werden dann unpassierbar; Ausweichrouten fehlen meistens. In Wüstengebieten sollte man nur mit Führer und entsprechender Ausrüstung selbst fahren. Weitere Informationen vom Egyptian Automobile Club (Kairo).

Der Nil als Lebensader stellt ein großes Hindernis dar, es gibt Brücken nur in den Großstädten und wenige Autofähren in den ländlicheren Gebieten. Bei der Planung einer Reiseroute sollte man daher immer auf einem der beiden Nilufer bleiben. Straßen- und Verkehrsverhältnisse lassen Touren zu über 100 km entfernten Zielen wenig sinnvoll erscheinen.

Zur Verkehrsberuhigung sind in den Ortschaften, aber auch auf den Fernstraßen zum Teil sehr hohe, quer zu Straßenrichtung verlaufenden Schwellen angebraucht. Hier ist Vorsicht geboten. Nachts kommt es häufig zu gefährlichen Auffahrunfällen.

Mietwagen:
Leihwagen u. a.  von Avis, Europcar, Hertz, Budget, Thrifty und einheimischen Firmen können am Flughafen von Kairo, in der Stadt Kairo und in großen Hotels gemietet werden. Fahrer müssen mindestens 25 Jahre alt sein. Verkehrsbestimmungen: Geschwindigkeitsbeschränkung auf Autobahnen 90 km/h, auf der Wüstenautobahn zwischen Kairo und Alexandria 100 km/h. Geschwindigkeitsübertretungen werden mit hohen Geldstrafen geahndet.

Unterlagen:
Ein internationaler Führerschein und Versicherungsnachweis werden benötigt. Ein Carnet de Passage oder die Hinterlegung einer ähnlichen Sicherheit ist für die vorübergehende Einfuhr eines Automobils erforderlich. Alle Fahrzeuge (einschließlich Motorräder) sind verpflichtet, einen Feuerlöscher und ein rotes Warndreieck mitzuführen. Touren außerhalb offizieller Wegstrecken (sog. Off-Road-Strecken) sowie individuelle Einzelreisen in bestimmten Regionen sind genehmigungspflichtig. Alle Wegstrecken sind in regelmäßigen Abständen mit fest eingerichteten Kontrollposten versehen.

Wegen unzureichend gekennzeichneter Minenfelder ist besondere Vorsicht auf dem Sinai, in einigen Küstenbereichen des Roten Meeres, am Mittelmeerküstenstreifen westlich von El Alamein und in Grenzregionen zu Sudan und Libyen geboten.

Im Straßenverkehr besteht wegen des oft riskanten Fahrverhaltens der Verkehrsteilnehmer erhöhte Unfallgefahr. Von Fahrten in Privat- oder Mietfahrzeugen nach Einbruch der Dunkelheit wird dringend abgeraten. Auch bei der Benutzung von Massenverkehrsmitteln (Reisebusse, Minibusse) besteht erhöhte Unfallgefahr. Fährschiffe, wie sie über das Rote Meer eingesetzt werden, entsprechen nicht immer internationalen Standards; ihre Benutzung stellt daher ein erhöhtes Risiko dar.

Wüstentouren können bei örtlichen Reiseveranstaltern gebucht werden. Man sollte bedenken, dass Wüstenfahrten ohne erfahrenen Führer, absolut fahrtüchtige Fahrzeuge und ohne ausreichende Wasservorräte lebensgefährlich sind. Touren außerhalb offizieller Wegstrecken (sogenannte Off-Road-Tourismus) sowie individuelle Einzelreisen in bestimmten Regionen sind genehmigungspflichtig. Alle Wegstrecken sind in regelmäßigen Abständen mit fest eingerichteten Kontrollposten versehen.

Stadtverkehr:
Die staatliche Cairo Transport Authority betreibt Busse, Straßenbahnen und Fähren in Kairo. In der Innenstadt gilt ein Einheitstarif. Zusätzlich kann man Privatbusse, Sammeltaxis und Minibusse benutzen. Wichtigste Verkehrsmittel des guten Kairoer Nahverkehrssystems sind die modernen Vorortzüge und die U-Bahn. Die Linie 1 fährt von New El-Marg in Richtung Süden nach Helwan. Die Linie 2 fährt von Shoubra el-Kheima in südwestlicher Richtung über die Cairo Universität und Gizeh bis nach El Mounib. Die schwarz-weißen Taxis können auf der Straße angehalten werden. Es ist üblich, dass sich alleinreisende Frauen auf die Rücksitzbank setzen und alleinreisende Männer vorne neben dem Fahrer Platz nehmen. Taxameter werden normalerweise nicht benutzt, deshalb sollte vor der Fahrt der Preis ausgehandelt werden.Quelle: Material zum Teil aus Wikivoyage

Ägypten Geschichte
vor dem 20. Jahrhundert

Mit den fruchtbaren Nilufern als die Quelle des wirtschaftlichen, sozialen, politischen und religiösen Lebens  wurde in Ägypten der weltweit erste Nationalstaat und leistungsfähige Zivilisation geboren, wo die Schrift erfunden und die ersten monumentalen Steindenkmäler errichtet wurden. Vor etwa 5000 Jahre wurden die unabhängigen Staaten entlang des Nils  unter Narmer vereint, woraus sich die erste Dynastie der Pharaonen entwickelte.

Die Pharaonen wurden als göttlich betracht und herrschten über eine stark geschichtete Gesellschaft. Die erste Pyramide wurde im 27. Jahrhundert v. Chr. gebaut, in den nächsten 500 Jahren wurden diese Monumente grösser und grösser. Die königliche Macht war während der 4. Dynastie auf dem Höhepunkt, als Khufu, Khafre und Mycerinus die Pyramiden von Gizeh errichten liessen. Während der  6. und 7. Dynastie verteilte sich die Macht stärker und kleine Fürstentümer begannen zu wachsen. Eine zweite Hauptstadt in Heracleopolis (in der Nähe der heutigen Bani Suwaif) wurde gegründet und stürzte in Ägypten in einen Bürgerkrieg.

Eine unabhängiges Reich entstand in Theben (das heutige Luxor) und unter Montuhotep II., Ägypten kam wieder unter die Kontrolle eines einzigen Pharao. Von 1550 bis 1069 v. Chr. erblühte das Neue Reich unter Herrschern wie Tuthmosis I, der erste Pharao, der im Tal der Könige begraben wurde, seiner Tochter Hatschepsut, eine der wenigen weiblichen ägyptischen Pharaonen  sowie Tuthmosis III, der zu Ägyptens größten Eroberern zählte.

Amenophis IV. verzichtete auf das Priestertum und nahm den Titel Akhenaten zu Ehren von Aten, der  Sonnenscheibe an und gründete eine neue Hauptstadt namens Akhetaten,  die ausschließlich dem neuen Gott gewidmet wurde. Bald danach herrschten in Ägypten die Generäle: Ramses I, II und III, und Seti I. Sie bauten riesige Monumente und Tempel, aber nach ihrer Regentschaft fiel das Reich in Unordnung, so dass der mazedonische Eroberer Alexander der Große 331 v. Chr. die Herrschaft übernehemen und eine neue Hauptstadt gründen konnte.

Unter Ptolemaios I wurde Alexandria zu einer großen Stadt. Die Ptolemäer regierten Ägypten für 300 Jahre, aber ihre Herrschaft war überschattet von großen Rivalitäten unter den Adligen. Inzwischen begann sich das aufstrebende Römische Reich für Ägypten zu interessieren.  Zwischen 51 und 48 v. Chr. wurde Ägypten von Ptolemaios XIII und seine Schwester Kleopatra VIII regiert. Julius Cäsar schickte seinen Rivalen Pompey aus Rom, um sie zu überwachen. Ptolemäus tötete Pompey und verbannte Kleopatra. Daraufhin marschierte Cäsar in Ägypten ein , setzte Ptolemaios ab, ernannte einen von Cleopatra's Brüdern, Ptolemaios XIV, zum Führer und wurde Kleopatras Liebhaber. 47 v. Chr. gebar Kleopatra Caesar's Sohn, zwei Jahre später liess sie ihren Bruder töten. Als Caesar im folgenden Jahr ermordet wurde, kam Marc Anton - einer der Führer im neuen Triumvirat -  nach Ägypten und verliebte sich in Kleopatra. Der unzufriedene römische Senat sendete 10 Jahre später Octavian, um Marc Anton abzusetzen. Nach der Niederlage ihrer Seestreitkräfte in der Seeschlacht von Actium 31 v. Chr., begingen Mark Anton und Cleopatra Selbstmord. In der Folgezeit wurde Ägypten  ein Teil des Römischen Reiches.

Als das Römische Reich unterging, fielen Nubier, Nordafrikaner und Persern ein. Bis 640 n.Chr., als die Araber kamen und den Islam verbreiteten, blieb Ägypten relativ stabil. Sie gründeten Fustat (auf dem Gebiet des heutigen Kairo) als Sitz einer instabilen Regierung, bis die Fatimiden die Macht übernahmen, und die wohlhabende Stadt Al-Qahira (Kairo) aufbauten.

Westeuropäischen Christen übernahmen einen Großteil des Imperiums während der Kreuzzüge im 11. Jahrhunderts, aber 1187 sandten die syrischstämmigen Seldschuken  eine Armee nach Ägypten, Salah ad-Din (Saladin) befestigte Kairo und vertrieb die Kreuzfahrer aus Jerusalem. Salah ad-Din beschäftigte Mamelucken (türkische Söldner), allerdings endete dies im Sturz seiner Dynastie. Die Mamelucken regierten Ägypten für zweieinhalb Jahrhunderte bevor das Reich 1517 an die Türken fiel. Da die meisten der Mamlucken türkischer Abstammung waren, liessen die türkisch-osmanischen Sultane, mit Sitz in Konstantinopel, sie weitgehend unbehelligt, solange die Mamelucken ihre Steuern bezahlten. Dieser Zustand dauerte bis zur Invasion Napoleons im Jahr 1798, der 1801 durch die Briten verdrängt wurde. Diese wurden wiederum von Mohammed Ali, einem Leutnant im albanischen Kontingent der osmanischen Armee geschlagen. Said Pascha, Ali's Enkel, eröffnete 1869 den Suezkanal .

Neuere Geschichte

Eine hohe Staatsverschuldung  machte es 1879 Briten und Franzosen möglich, erneut eine Herrschaft in Ägypten zu installieren, die Briten beendeten damit die Oberhoheit der Türkei über Ägypten. Während des Ersten Weltkrieges verbündete sich Ägypten  mit den Alliierten, und kurze Zeit später erlaubten die Briten die Bildung einer nationalen politischen Partei - des Wafd. König Fuad wurde als Führer der konstitutionellen Monarchie gewählt und für die nächsten 30 Jahre stritten die Briten, die Monarchisten und die Wafdisten um die Macht. Die Arabische Liga wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von sieben arabischen Ländern, darunter Ägypten, gegründet. Der Weltkrieg hinterliess allerdings ein Trümmerfeld in Ägypten und die Niederlage gegen Israel 1948 liess das Chaos eskalieren. Im Jahr 1952 putschte eine Gruppe von Offizieren unter der Führung von Oberst Gamal Abdel Nasser. Briten und Franzosen  fürchteten einen Kontrollverlust, es kam zur Invasion. Die USA und die Sowjetunion traten den Vereinten Nationen bei, sandten Friedenstruppen und bestanden darauf, dass die Invasoren Ägypten verlassen. Nasser wurde zum Helden, besonders unter Arabern.

Nasser versuchte, Ägypten, Syrien und Jemen zu vereinen, später in den 1950er Jahren auch mit dem Irak. Hierbei wurde die Arabische Einheit betont und Israel dämonisiert. Nach Monaten sich steigernder Spannungen zwischen Ägypten und Israel wurde der jüdische Staat am 5. Juni 1967 angegriffen. In diesem Sechs-Tage-Krieg zerstörte Israel die ägyptische Luftwaffe, eroberte den Sinai und schloss den Suezkanal.

Anwar Sadat, Nassers Vizepräsident, übernahm die Präsidentschaft von Nasser, als dieser 1970 starb und begann an der Verbesserung der Beziehungen mit dem Westen zu arbeiten. Am 6. Oktober 1973, dem jüdischen Feiertag Jom-Kippur, startete Ägypten einen Überraschungsangriff auf die israelischen Besatzer im Sinai. Ägyptens Armee verdrängte zunächst die viel besser bewaffneten Israelis,  die anfängliche Gewinne wurden von Israel später aber wieder rückgängig gemacht. Das folgende Waffenstillstandsabkommen bevorteilte ägyptische Interessen. Im Jahr 1977 begann Sadat Friedensverhandlungen mit Israel, was 1978 zum Camp David-Abkommen führte. Israel stimmte einem Rückzug vom Sinai zu, wofür Ägypten Israel offiziell anerkannte. Viele in der arabischen Welt fühlten sich von Sadat betrogen, er wurde am 6. Oktober 1981 ermordet.

Husni Mubarak, Sadats Vizepräsident, wurde vereidigt und regierte das Land bis 2011.  Mubarak überraschte viele mit seiner Nahostpolitik, er arbeitete vor allem an der Verbesserung der Beziehungen zu Israel und anderen arabischen Staaten. Mit dem Anstieg des Fundamentalismus in der arabischen Welt,  war Mubaraks Position oft gefährdet, er war das Ziel zahlreicher Anschlagsversuche. Mubarak schickte 35.000 Soldaten, um gegen den Irak im Golfkrieg zu kämpfen, und obwohl der Krieg als westliche imperialistische Invasion gegen Araber galt, hat sich Ägyptens Engagement bei der Verbesserung der Beziehungen zum Westen als sinnvoll erwiesen.

Im Jahr 1992 begannen islamische Fundamentalisten eine Kampagne der Einschüchterung und Gewalt gegen Touristen und ägyptische Sicherheitskräfte. Die Mitte der 1990er Jahre waren geprägt von Spannungen mit dem Sudan über die umstittene Halaib-Region, von schweren Überschwemmungen 1994 und einer Reihe von Konflikten mit Fundamentalisten, die in einem Mordanschlag auf Präsident Mubarak im Jahr 1995 gipfelten. 1997 schockierte das islamistische Massaker an mehr als 70 Menschen, die meisten von ihnen Touristen, Ägypten und veranlasste weltweit Tausende ihre Urlaubspläne zu ändern. Die Regierung verfolgt Islamisten seitdem mit noch grösserer Härte, wirtschaftliche und soziale Reformen werden allerdings durch eine schnell wachsende Bevölkerung, hohe Arbeitslosigkeit und zunehmende Armut untergraben.



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